Landesinformationen

Vietnam – ein Land der Kontraste

Hauptstadt: Hanoi
Staatsform: Sozialistische Volksrepublik
Fläche: 331.690 qkm (DE 357.092 qkm)
Einwohner: ca. 94 Millionen

Einst hauptsächlich bekannt durch den Vietnamkrieg erlebt das Land seit vielen Jahren einen anhaltenden Wirtschaftsaufschwung und entwickelt sich immer mehr zu einem interessanten Urlaubsziel.

Längst befindet sich das Land in einer aufstrebenden Modernisierung, die vor allem in den großen Städten stattfindet. Jedoch findet man auch weiterhin die altehrwürdigen ockergelben Bauten aus der Kolonialzeit, die einzigartigen Gärten und grünen Alleen sowie die Kulturgüter der Vergangenheit.

Dringt man weiter in das Landesinnere vor, so entdeckt man neben den verschiedensten malerischen Landschaften die Vielfältigkeit Vietnams in ihrer kulturellen Entwicklung.

Bevölkerung
Ca. 88% der Bevölkerung sind ethnische Vietnamesen. Daneben gibt es noch 53 ethnische Minderheiten, die anerkannt sind. Deren Zugehörigkeit äußert sich u. a. durch die unterschiedliche Kleidung. Vor allem im Norden Vietnams geben die unterschiedlichen Bergstämme ein farbenfrohes Bild ab.

Sprachen
Heutzutage werden neben der offiziellen Sprache Vietnams vermehrt Fremdsprachen gelernt.
Besonders Englisch ist unter jungen Leuten in Hanoi, Saigon, Hue, Da Nang und anderen Städten sehr in Mode. Touristenführer sprechen Englisch, Französisch, Russisch, Chinesich, Japanisch und Deutsch.

Karte Regionen von Vietnam

Klima
Vietnam weist ein sehr unterschiedliches Klima aus. Im Norden herrscht ein gemäßigtes tropisches Wechselklima. Die Sommermonate sind heiß und feucht. Die Winterzeit ist kühler, die Temperatur kann auf 0 bis 10 Grad sinken.

Im Süden findet man tropisches Klima vor, d.h. es ist das ganze Jahr über warm bis sehr heiß. Hinzu kommt die Regenzeit.

In Vietnam unterscheidet man zwei wesentliche Klimazonen. In der gemäßigten Klimazone im Norden unterscheidet man zwei Jahreszeiten. Den Winter ungefähr von November bis April und den Sommer von Mai bis Oktober. Im tropischen Süden unterscheidet man zwischen drei Jahreszeiten. Der kühlen Jahreszeit von November bis Januar, der heißen Jahreszeit von Februar bis April/Mai und der Regenzeit von Mai/Juni bis Oktober.

Vietnams Landschaft ist atemberaubend und vielseitig zugleich. Im Norden finden sie eine Gebirgslandschaft deren Merkmale u.a. die Steinwälder und die üppigen Reisterrassen sind. Im Nordosten befindet sich die Halong Bucht, wohl der bekannteste Naturschauplatz Vietnams. Auf der Reise weiter zur Landesmitte durchqueren sie die großflächigen Reisfelder, aus denen riesige Kalkfelsen ragen. Im Süden sticht vor allem das fruchtbare Mekong Delta heraus, das dicht besiedelt ist.

Vor allem die unterschiedlichen Klimazonen und die verschiedenen Landschaften haben dafür gesorgt, dass Vietnam zu einem der wenigen Länder der Welt gehört, die eine riesige Vielfalt an Tieren und Pflanzen beherbergt. Leider ist diese durch die fortschreitende Zerstörung der Wälder stark bedroht. Bisher sind 275 Säugetierarten, 820 Vogelarten, 180 Reptilienarten und 80 Arten an Amphibien bekannt. Elefanten und Fische, von denen es in Vietnam ca. 2.600 verschiedene Arten gibt, zählen sicher zu den bekanntesten Tieren, jedoch auch Wildkatzen und Affen kann man in Vietnam finden. Eines der wichtigsten traditionellen Tiere in Vietnam ist der Wasserbüffel. Diese werden als Zug- und Lasttiere benutzt und spielen auch bei der Reisernte eine wichtige Rolle. In Vietnam wurden bis jetzt 7.000 verschiedene Pflanzenarten gezählt, aber die gesamte Bandbreite wird auf etwa 12.000 geschätzt. Zu den wichtigsten Pflanzen in Vietnam zählen Tee, Kaffee, Kautschuk, Tabak und natürlich der Reis. Die Reisplantagen ziehen sich wie ein roter Faden durch das Landschaftsbild Vietnams. Vor allem in den beiden Reiskammern des Landes, dem Mekong-Delta im Süden und dem Delta des Roten Flusses im Norden. Pickende Wasserhühner und schwerfällig trabende Wasserbüffel unterstützen die Bauern bei dem unendlich mühsamen Prozess, Reisfelder zu bepflanzen und zu ernten. Die gleichmäßig über das Jahr verteilten Niederschläge und die ganzjährig hohen Temperaturen bescheren Vietnam verschiedene Wälder. In den Überschwemmungsbereichen des Flussdeltas und Meeresküsten gibt es viele Sumpf- und Mangrovenwälder. Wegen der ständigen Überflutung gibt es in Sumpfwäldern kein Unterholz, dafür aber Schlingpflanzen die ohne Bodenkontakt auf anderen Pflanzen leben. Außerhalb der küstennahen Überschwemmungsgebiete ist der tropische Tieflandwald, in dem es 40 bis 100 verschiedene Baumarten gibt. Heutzutage nimmt der Wald nur noch knapp 20% der Gesamtfläche des Landes ein und wäre die Waldzerstörung vorgesetzt worden, wäre der Wald bis heute völlig verschwunden.

Kleidung
Man sollte atmungsaktive und gut waschbare Sommerkleidung im Gepäck haben. Bei Reisen in den Norden sollte man von Ende Oktober bis Ende März zusätzlich auch Pullover bzw. Jacken mitnehmen. Gute Sonnenbrillen, Lichtschutzcremes, Kopfbedeckung und Regenschutz sind das ganze Jahr über empfehlenswert.

Essen

„Es lohnt sich alleine, wegen des Essens nach Vietnam zu reisen“ ist ein Lieblingszitat von mir.

Wenn Sie nach Vietnam reisen, sollten Sie unbedingt viele Gerichte ausprobieren. Die vietnamesische Küche gilt nicht umsonst als eine der besten auf der Welt. Sie ist sehr vielfältig, gesund und sie wird oft mit vielen frischen Kräutern, Salaten oder Gemüsen zubereitet. Um die vietnamesische Gerichte kennenzulernen, sollten Sie unbedingt einmal ausprobieren in den Garküchen zu essen. Haben Sie keine Angst vor dem was Sie sehen. Oft sitzt man auf einfachen Plastikstühlen und die Garküche dampft neben Ihnen. Das schreckt einen auf den ersten Moment ab, aber wenn man dort ist, erlebt und erfährt man mehr über die Gewohnheiten der Menschen. Außerdem gehört ein kleines Abenteuer auf solch einer Reise dazu. Solange alles gut gekocht ist, kann man problemlos die Gerichte essen. Man kann Magenprobleme auch im Hotel bekommen, nicht nur auf der Straße.

Ich sage oft zu meinen Kunden, aus Sicherheitsgründen sollen Sie Salate oder ungeschältes Obst vermeiden. Aber auf jeder meiner Vietnamreisen gehört der Papayasalat dazu. Ich esse ihn nahezu fast jeden Tag, weil er mir einfach gut schmeckt. Was ich damit sagen möchte ist, handeln Sie nach Ihrem Bauchgefühl. Das Falscheste was Sie machen können ist, „nichts“ zu essen, weil Sie Angst vor dem „Unbekannten“ haben. Dadurch fehlen Ihnen wertvolle Vitamine und Nährstoffe. Bei einer umfangreichen Rundreise benötigt man viel Kraft und Kondition. Mein Tipp: Essen Sie jeden Morgen unsere berühmten „Pho“ Suppen. Es gibt sie fast in jedem Hotel zum Frühstück. Das wichtigste bei der Suppe ist die Brühe, sie ist sehr nahrhaft. Wenn Sie morgens davon ein Schälchen essen, haben Sie für den Tag eine gute Basis und Ihr Körper ist mit wichtigen Nährstoffen gut versorgt.

Das Essen und insbesondere das Kochen in den Familien bedeutet bei uns: Leben, Genießen, Gesundheit, Zusammenhalt, Kommunikation, soziale Kontakte und Freundschaft. Das Essen ersetzt alles! Wenn ein Vietnamese Sie zum Essen zu sich nach Hause einlädt, geht es dabei nicht um das Essen selbst, sondern wie oben erwähnt um viel mehr. Es kann auch vorkommen, dass der Vietnamese Sie nicht als Erstes danach fragt, ob es Ihnen gut geht, sondern er könnte fragen „Haben Sie schon gegessen“? Wenn Sie von einem Vietnamesen zum Essen eingeladen werden, lehnen Sie die Einladung nicht ab, das gilt als unhöflich! Sinn der Einladung ist es vielmehr, das man möchte Sie einfach nur näher kennenzulernen und seine Gastfreundschaft zeigen.

Die vietnamesische Küche
Man kann die vietnamesische Küche eigentlich in drei Kategorien einteilen, die mit den jeweiligen Regionen zusammenhängen. Da der Norden Vietnams die Wiege der Vietnamesischen Kultur darstellt, kommen viele bekannte Gerichte, wie beispielsweise „Pho“, auch aus dieser Region. Die Küche des Nordens ist recht traditionell und nimmt es mit der Auswahl der Zutaten und Gewürze ziemlich genau. Der Süden wurde kulinarisch durch die Südchinesen beeinflusst, welche ihre Speisen gerne etwas süßer mögen. Die Küche im Süden hat sich also weiter entwickelt und ist damit exotischer und offener. Außerdem finden zahlreiche Kräuter Verwendung. Die Küche Zentralvietnams unterscheidet sich vom Norden und Süden gleichermaßen. Charakteristisch sind hier die verschiedenen kleinen Beilagen sowie die ausgeprägte Schärfe, verglichen mit den Speisen anderer Regionen.

Eine typische Mahlzeit in einer vietnamesischen Familie beinhaltet normalerweise:
• Reisschälchen für jeden Einzelnen
• Eine Schale mit gebratenem Fleisch oder Fisch
• Eine Schale gebratenes Gemüse
• Canh (eine klare Brühe mit Gemüse und häufig auch Fleisch) oder eine andere vietnamesische Suppe
• Fisch- und/oder Sojasoße zum Dippen

Alle Schalen, bis auf den Reis, sind für den gemeinsamen Verzehr vorgesehen. Die Gäste werden meist vom Gastgeber bedient. Es gilt als unhöflich, die angebotenen Speisen abzulehnen.

Sollten Sie Interesse haben, mehr über vietnamesisches Essen zu erfahren, so planen Sie doch den Besuch einer Kochschule mit in Ihr Programm ein. Solche Kochschulen finden sich in den meisten Gegenden Vietnams. Sie bieten Kurse an, in denen sowohl Anfänger als auch regelrechte Kochprofis auf ihre Kosten kommen. Man kann hier in einfachen Schritten mit sehr viel Spaß kochen lernen. Für nähere Informationen kontaktieren Sie uns!

Kaffee
Verbringt man einmal längere Zeit in Vietnam, diesem beeindruckenden Land, so bemerkt man schnell einen besonderen Brauch der Einheimischen, die Kaffeekultur. Das erklärt, warum man Kaffeeläden im ganzen Land antrifft.

Kaffee wurde im späten 19. Jahrhundert von französischen Kolonisten nach Vietnam eingeführt, woraufhin es schnell zu einem wichtigen Exportland für dieses Produkt wurde. Der Vietnamkrieg unterbrach die Produktion in der Buon Me Thuot Region, dem Zentrum der Kaffeeindustrie. Wenn das Gebiet auch kaum selbst in die Kämpfe verwickelt war, so befand es sich doch genau zwischen dem Norden und dem Süden und wurde weitgehend entvölkert. Die neue Regierung sorgte dafür, dass die Gegend neu besiedelt wurde, um die Kaffeeproduktion wieder aufzunehmen. Ende der 1990er wurde Vietnam nach Brasilien der zweitgrößte Kaffeehersteller weltweit. Im Vordergrund stand dort jedoch der Ertrag von Kaffeebohnen geringer Qualität als Exportware.

Als Bewohner eines der größten Exportländer von Kaffee genießen die Vietnamesen Kaffee ganz besonders. Die meisten entspannen sich während der Kaffeepause am besten. Sie erfreuen sich dabei nicht nur des guten Geschmacks besten vietnamesischen Kaffees, sondern genießen auch schon die Wartezeit, während der Kaffee langsam aus dem typischen Filter tropft. Oft wird er mit gesüßter Kondensmilch getrunken.

Tee
Vietnamesischer Tee ist hauptsächlich schwarzer Tee, der in Vietnam angebaut wird. Schwarzer Tee aus Vietnam wird häufig als Billigware betrachtet und zum Mischen benutzt. Diese Auffassung ist jedoch nicht ganz richtig, da es viele wirklich gute Tees gibt, vor allem aus konventioneller Produktion. Die Tees von hoher Qualität weisen zum Teil einen sehr hohen Anteil heller Blattspitzen auf und sind mit Keemun sowie Yunnan Tees vergleichbar, jedoch etwas süßer und weniger rauchig im Geschmack.

Die Teeplantagen befinden sich hauptsächlich in den gebirgigen Regionen im Norden sowie im nördlichen Zentralvietnam. Der erste Nachweis für Teeanbau in Vietnam stammt aus dem Jahre 1955 und besagt, dass eine Fläche von ungefähr 5.400 Hektar dafür genutzt wurde. 1975 waren es bereits 39.000 Hektar und zurzeit beträgt die Anbaufläche in etwa 70.000 Hektar. Wie andere asiatische Länder pflegen auch die Vietnamesen ihre einzigartige Teezubereitung, wobei sie sich als wahre Feinschmecker erweisen.

Die Vietnamesen laden sich nicht einfach nur zum Tee ein, um das Getränk zu genießen, sondern auch, um sich besser kennenzulernen und Freundschaften zu festigen. Wenn sich Vietnamesen zum Tee einladen, führt das zu einem Gespräch über Familie und Gesellschaft, man unterhält sich über Gott und die Welt. Der Besuch auf einen Tee bringt einander näher.

Sitten und Bräuche

Die Familie und Stellung der Frau
In Vietnam ist der Familienzusammenhalt sehr viel wichtiger als heutzutage in den westlichen Ländern. Das Wohl der Familie geht über das Wohl des Einzelnen. Vietnam besitzt kein funktionierendes soziales Netz, welches den armen und hilfsbedürftigen Menschen ein menschenwürdiges Leben ermöglichen könnte. Die Familie bietet nicht nur soziale, sondern auch finanzielle Sicherheit. Traditionell leben 3 – 4 Generationen unter einem Dach und es existiert eine strenge Familienhierarchie. Der Vater ist das Familienoberhaupt, welcher ein Vetorecht besitzt. Die Rolle der Frau in der vietnamesischen Gesellschaft hat sich insofern geändert, dass sie nicht mehr Untertan ihres Mannes ist. Trotzdem ist es meistens so, dass der Vater die letztendliche Entscheidung trifft.

In der neuen Generation, vor allem in Großstädten, haben Frauen oft gleiches Mitspracherecht und Gewicht bei der Entscheidungsfindung wie ihre Ehemänner. Immer mehr Frauen strömen an die Universitäten und sind nach Abschluss berufstätig und unabhängig.

Verhaltensregeln
Es gelten die allgemein bekannten asiatischen Verhaltensregeln.

Dies sind insbesondere:
• Bei Problemen und Verzögerungen sollte man nicht die Geduld verlieren, es ist besser, zu jeder Zeit ruhig zu bleiben.
• Ziehen Sie immer Ihre Schuhe aus, wenn Sie in einen Tempel eintreten oder wenn Sie private Häsuer besuchen und tragen Sie passende Kleidung.
• Für Männer und Frauen ist es ratsam, Ihre Schultern und Knie mit langen Röcken oder Hosen zu bedecken, wenn Sie Tempel, Pagoden, Mausoleen oder Kirchen besuchen.
• Eine Empfindlichkeit besteht auch beim Fotografieren von Personen. Bitten Sie die Person/en, die Sie fotografieren wollen, immer vorher um Erlaubnis.
• Seien Sie in Gebieten vorsichtig, die militärische Wichtigkeit haben (oder haben könnten), wo das Fotografieren verboten ist.
• Wenn Sie versuchen, die Aufmerksamkeit eines Vietnamesen zu bekommen, versuchen Sie nicht übermäßig auf sich hinzuweisen oder zu gestikulieren. Das wird als grob und unhöflich betrachtet.
• Wenn möglich, Personen mit Namen ansprechen.
• Wenn die Hand nicht ausgetreckt wird, dann sollte man auch nicht die Hand reichen.
• Wie auch in anderen Ländern Südostasiens berühren Sie die Menschen nicht auf dem Kopf, da dieser spirituell als höchster Teil des Körpers angesehen wird.

Verkehr/Reisemöglichkeiten

Vietnam besitzt mehrere internationale Flughäfen. Die wichtigsten sind Hanoi (HAN) und Ho Chi Minh Stadt (SGN). Wichtige nationale Flughäfen sind Da Nang (DAD), Hué (HUI), Nha Trang (CXR) und Phu Quoc (PQC).

Das Straßennetz ist weitläufig und Busse fahren auch in die kleinen Orte, so dass Individualreisen mit öffentlichen Bussen ohne Probleme möglich sind. Das Bahnnetz verbindet alle großen Städte in Süd-Nord-Richtung. In den Städten gibt es preiswerte Taxen und Rikschas.

Die meisten Einheimischen sind in ländlicher Gegenden mit Fahrrädern und Mofas unterwegs. In den Großstädten wie Saigon oder Hanoi sieht man heutzutage auch viele Autos.

Vor allem in Großstädten wie Saigon wirkt der Verkehr auf Reisende völlig chaotisch und „gewöhnungsbedürftig“. Tausende von Fahrzeugen preschen Tag für Tag durch die Straßen, kreuz und quer und völlig durcheinander. Feste Regeln scheint es weder für Autos und Motorräder, noch für Fahrräder und Rikschas zu geben. Trotzdem, es funktioniert! Das Prinzip ist ganz einfach. Eine kleine Gruppe staut sich und drückt dann Meter für Meter vor, bis die anderen warten. Dabei geht es erstaunlich friedlich zu. Die einheimischen Fußgänger passen sich dem Verkehr an, sie laufen einfach in einem bestimmten Rhythmus quer durch den tosenden Verkehr.

Doch die vietnamesische Regierung ist in den letzten Jahren sichtlich bemüht, diesem Chaos Einhalt zu bieten: an großen Kreuzungen sind immer häufiger Verkehrspolizisten und Überwachungskameras im Einsatz.

Flugzeug
Wenn Sie vorhaben nur einige Städte in Vietnam zu besuchen, ist das Fliegen der bessere Weg zu reisen. Inlandsflüge sind täglich verfügbar. Luftfahrtgesellschaften von Vietnam fliegen z.B. Phu Quoc oder Con Dao an, da es mit anderen Verkehrsmitteln schwierig ist, diese Ziele zu erreichen.

Zug
Es gibt eine regelmäßige Verbindung zwischen Hanoi und Ho Chi Minh Stadt (Saigon) und zwischen den meisten Städten. Einige Menschen bereisen gerne auf diese Weise das Land, da sie dabei die Landschaft und die Menschen hautnah erleben können. Bei den Fahrkarten ist erlaubt, die Reise an den Hauptregionalstädten wie Hue, Da Nang und Nha Trang zu unterbrechen. Die Fahrt von Hanoi nach Saigon dauert zwischen 36 bis 48 Stunden nonstop, abhängig vom Dienst, der genutzt wird. Fahrgäste können einen Schlafwagen, Schlafsitz oder die Economyklasse buchen.

Bus
Vietnam hat regelmäßige Busverbindungen, welche die entferntesten Ziele im Land verbinden. Die Busfahrt ist sehr preiswert, bietet aber keinen Komfort.

Taxi
In den Hauptregionalstädten ist die leichteste Art zu fahren, die Nutzung des Taxis. Die Fahrzeuge sind meist neu und klimatisiert. Die Taxifahrt ist preiswert. Durchschnittlich kostet eine Strecke innerhalb der Stadt zwischen 2 – 5 US-Dollar. Verglichen mit einer Rikschafahrt und anderen Verkersmitteln, bieten Taxen einen besseren Service.

Hinweis Rikschafahrten bei Nacht
Von Rikschafahrten bei Nacht wird abgeraten.

Mietwagen
Es gibt in Vietnam keine Möglichkeit einen Mietwagen zu leihen. Auch darf man als Ausländer nicht hinter dem Steuer sitzen, da die Ausländer mit den Fahrgegebenheiten in Vietnam nicht klarkommen würden.

Schiff
Vietnam mit dem Schiff ist ein gesonderter Unterpunkt am Ende von „Über Vietnam“.

Vietnamesische Feste

Die Teilnahme an vietnamesischen Festen ist der beste Weg, um die Kultur und die Tradition des Landes kennenzulernen. Diese Feste sind sehr ausdrucksvoll, für jeden leicht zugänglich, meist auch in der Nähe der Urlaubsdestinationen und daher gut erreichbar. Das wichtigste Fest ist das Tet-Fest (Neujahrsfest), die vietnamesische Version des chinesischen Neujahrs. Die meisten Geschäfte sind geschlossen und die Besichtigung von Sehenswürdigkeiten ist nicht möglich.

Das Tetfest
Das größte Ereignis im Jahr ist das Neujahrfest „Têt“, das sich nach dem Mondkalender richtet und zwischen Februar und März fällt. In den Wochen davor und danach ist es fast unmöglich Zugfahrkarten innerhalb und Flüge nach Vietnam zu bekommen. Die Vietnamesen feiern traditionell mit der gesamten Familie. Das Haus wird von oben bis unten geputzt und mit Kumquat-Bäumchen sowie blühenden Pfirsichzweigen geschmückt. Geschenke spielen an Tet eine untergeordnete Rolle. Nur die Kinder werden mit einem kleinen roten Briefumschlag beschenkt, in dem einige kleine neue Banknoten stecken.
„Têt“, ist ein sehr versöhnliches Fest, vergleichbar wie das Weihnachten in Deutschland. In den ersten drei Tagen des neuen Jahres vermeidet jeder, Ärger oder Missmut zu zeigen. Es werden Verwandte, Lehrer, Freunde und Arbeitskollegen besucht, die Ahnen geehrt und sich der Familie sowie dem Bewirten von Gästen gewidmet. Dabei ist die Auswahl des ersten Gastes des neuen Jahres besonders wichtig, denn wer als erster ein fremdes Haus betritt, bestimmt das Geschick seiner Bewohner für den Rest des Jahres. Daher sollte man auch als Ausländer an „Têt“ niemals unangemeldet kommen, sondern stets warten, bis man eingeladen wird! Und man sollte viel Hunger mitbringen, denn an keinen anderen Tagen im Jahr wird in Vietnam so viel geschlemmt wie zu Neujahr.

Weitere Feste und Gedenktage
• Im späten April wird der 10. Tag des dritten Mondmonats dem Königstod des ersten Königs Hung gewidmet.
• 30. April – Befreiungstag des südlichen Vietnams und Saigons (1975)
• 1. Mai – Tag der Arbeit
• 2. September (1945) – Nationalfeiertag. Die Unhabhängigkeit von Hanoi wird gefeiert.
• September/Oktober – wichtigstes Fest der Cham-Minderheit